VXI-Karten

VXI-Karten basieren auf dem VXI-Bus. VXI steht dabei für „VME Extensions for Instrumentation“. Es handelt sich um einen Messbus der auf dem VME-Bus aufbaut und die mechanische sowie elektrische Spezifikation des VME-Busses verwendet. Der VXI-Bus besteht aus einer Kombination der Spezifikation des VME-Busses und des GPIB. GPIB steht für General Purpose Interface Bus und ist ein von HP entwickelter Interface-Bus.

Durch die Kombination der beiden Spezifikationen ist der VXI-Bus ideal für messtechnische Anwendungsbereiche.

VXI-Karten gibt es in den Formaten 9U, Doppelformat, Standardformat sowie Europaformat. Der VXI-Bus kann sämtliche Kartenformate aufnehmen, da er im Master-Slave-Betrieb arbeitet.

Nahezu alle gängigen Betriebssysteme unterstützen VXI-Karten, hierzu zählen unter Anderem Windows 95/98, Windows 2000, Windows NT, Windows XP, Linux, Solaris und viele weitere Betriebssysteme.

Es gibt verschiedene VXI-Bus-Kartenformate. Diese beschreiben wir kurz im Folgenden. Das Kartenformat Size A hat eine Bauhöhe von 3U und entspricht den Abmessungen 100 x 160 mm. Das Format Size B hat die Abmessungen 233 x 166 mm und eine Bauhöhe von 6U. Das Kartenformat Size C hat ebenfalls eine Bauhöhe von 6U, allerdings in den Abmessungen 233 x 340 mm. Das Format Size D hat eine Bauhöhe von 9U und eine Abmessung von 360 x 340 mm.

Für den VXI-Bus gibt es Controller, Interface-Adapter, Prozessoren, Extender und Switche. Der Controller kontrolliert dabei den Datenfluss auf dem Bus, ebenso wie den Status der Interrupts und die Taktsignale. Die Extender erweitern die Funktionen des Boards, die Switche verbinden Testpunkte und Geräte.

VXI entstand, da man kostengünstigere und kompaktere Systeme für die Prüf- und Messtechnik entwickeln wollte. Zur damaligen Zeit war GPIB das vorherrschende System, es hatte jedoch den Nachteil, dass es verhältnismäßig viel Platz einnahm, da jeder Testeinheit ein eigenes Gehäuse mitbrachte.